Wir sind noch lange nicht am Ziel


Hier hatte ich bereits geschrieben, warum Orlando für die Community so schrecklich war, aber wir uns dennoch nicht unterbekommen lassen.

Umso wütender bin ich auf diverse Gruppierungen. Ich nenne mal exemplarisch diese Bundesregierung, die Berliner Landesregierung, aber auch Google. Ja, ihr lest richtig! Google!

Google, das Unternehmen, das sich immer als besonders queerfreundlich darstellt.  In Wirklichkeit sind das nur leere Lippenbekenntnisse. Weder am Tag gegen Homo- und Transphobie noch nach den schrecklichen Ereignissen in Orlando hat Google, die ja sonst zu jedem quersitzenden Furz ein Doodle machen, etwas gemacht. Ja, ich habe Google angeschrieben. Eine Antwort habe ich nicht bekommen. Also Google, ihr habt massiven Nachholbedarf. Kümmert euch drum!

Ich mache dann mal weiter mit der Bundesregierung.

Nach Orlando gab es eine Reihe von Stellungnahmen. Ja, die prüden Amis sind uns um Welten voraus. Obama hat in seiner Ansprache klar herausgestellt, dass es ein Angriff auf die LGBT* Community war und nicht irgendeine Ballerei.

Unsere Bundesregierung hat es nicht geschafft, das Ziel klar zu benennen und SOFORT Stellung zu beziehen und sich hinter die Community zu stellen. Dafür gab es zu Recht und leider zu wenig Schelte.  Da die Kritik am Verhalten der Regierung nicht abreißen wollte, kam schließlich ein weiteres Weichspülerstatement als Reaktion, auf die andauernde Kritik. Leider war die Reaktion auch eher im Bereich von „lächerlich“ anzusiedeln. Auf der einen Seite „hach, diese Homophobie ist ja echt schlimm und voll doof“ auf der anderen Seite verweigert diese Regierung weiterhin grundlegende Rechte. Die Ehe für alle, oder das Adoptionsrecht, um nur mal zwei zu nennen. Liebe Regierung fragt doch mal die Community statt immer nur zu raten, was die Menschen bewegt. Oder seid ihr gar so homophob, dass ihr glaubt, man könne sich dabei anstecken?

Wo ich aber noch bei Orlando bin. Die Bundesregierung entlasse ich noch nicht aus dem Boot der Kritik. Ich hole aber noch die Berliner Landesregierung dazu. An vielen Orten wurden Regenbogenflaggen gehisst, wurden Gebäude in Regenbogenfarben angestrahlt um ein Zeichen der Solidarität zu setzen. Am meiner Meinung nach wichtigsten Ort jedoch nicht. In Berlin. Genauer gesagt am Brandenburger Tor. Und das trotz Schreiben des LSVD und vielen weiteren Teilen der Community.

Jetzt sehe ich in diversen Tweets viele Menschen vor dem Brandenburger Tor und alle erinnern an Orlando. Plötzlich ist die Regierung und das Auswärtige Amt ganz erpicht darauf, auf das angestrahlte Brandenburger Tor hinzuweisen. Man möge mich bitte eines besseren belehren, aber diese Aktion wurde meines Wissens nach auch von der Community organisiert, während Regierungsstellen jetzt nur die Lorbeeren einstreichen. Und die SPD, die die Ehe für alle, oder ein modernes Adoptionsrecht bereits hätte umsetzen können, ist mal wieder aufgewacht und tut jetzt mal wieder so tut, als ob.  Liebe SPD: Handeln, oder Schnauze halten!

Leider könnte ich noch lange weitermachen und weitere Aspekte einfließen lassen, warum wir noch soviel zu tun haben und dabei im Stich gelassen werden.

Eines jedoch steht fest: Ich lasse mich im Kampf für die Community nicht aufhalten! Stay Out! Stay Proud! Love Wins!

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